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Aaahh!!! Real Monsters

Diskussion in Forum: -
Reviewautor: Ark
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Genre: Jump and Run, Andere
Größe: 16 MBit
Vertrieben von: Viacom New Media
Entwickler: Realtime Associates
Spieler: 1
Level: 6 Level mit mehreren Unterabschnitten
Schwierigkeitsgrade: einfach mit mittel
Features: -

Monster sein will gelernt sein!
In AAAHH!!! Real Monsters spielt man das junge Monster-Trio, die auf die Namen Oblina, Ickis und Krumm hören, die noch auf die Monsterschule bzw. Monstercollege gehen und dort bestimmte Aufgaben erfüllen müssen, um ihren Examen zu bekommen und damit als richtige Monster durchzugehen. Die Aufgaben sind dabei in jedem Level gleich: Man muss ein bestimmtes Item finden, Menschen erschrecken und nach einigen Abschnitten ein Bossmonster… äh, ich meinte natürlich einen Bossmenschen verjagen.

Knurren und mit Müll werfen
Man spielt in verschiedenen Level wie Schule (und Turnhalle), Post, Museum, Einkaufszentrum und das Anwesen eines Monsterjägers, wobei jedes Level mehrere Abschnitte hat. Und vor jedem Hauptlevel muss man erst einmal durch die Kanalisation, weil dies die Heimat der Monster ist. Während man in der Kanalisation eher auf verschiedene Tiere wie Ratten und Vögel trifft, die einem das Leben schwer machen, gibt es in der „Oberwelt“ Menschen, die einen mit verschiedenen Dingen bewerfen oder einen auch anrempeln. Um diese zu verjagen, muss man sie einige Male mit Müll bewerfen (oder auch nur wenige Male, falls man dafür Power Ups findet) oder kann ihnen mit einem angsteinflößendem Knurren direkt Angst einjagen. Das Knurren wirkt sich dabei auf alle Gegner auf dem Bildschirm aus und ist nett (oder furchterregend?) animiert worden, allerdings kann man dies nur wenige Male machen, da man dafür immer wieder Monster-Bücher finden muss, um diese „Knurr-Ladungen“ aufzustocken, welche es nicht unbedingt im Überfluss gibt.

Man steuert beim Spielen immer einen Monster aus dem Trio während die anderen mitlaufen. So kann man jederzeit das Monster wechseln, was Sinn macht, da jeder aus der Gruppe eine eigene Spezialfähigkeit hat. Der eine kann höher hochspringen während der andere sich schneller bewegt und etwas weiterspringen kann. Zusammen können die noch besondere Specialmoves ausführen. Krumm, das behaarte Monster, dass wie eine Kartoffel aussehen soll (aber meiner Meinung nach eher wie ein unrasierter Hodensack aussieht, vor allem durch seine fleischliche Farbe...) kann eines seiner Augen auf dem Boden ablegen während die anderen beiden das Auge danach wie beim Golf abschlagen können, womit das Auge in eine bestimmte Richtung fliegt und man somit die nahe Umgebung auskundschaften kann. Der rosa Winzling namens Ickis dagegen lässt sich mit Hilfe der beiden anderen weit katapultieren, damit man größere Abgründe überqueren kann. Und zu guter Letzt lässt sich das dritte Monster, Oblina, hochheben, womit sie noch höhere Stellen erreichen kann.

Verschachtelte Level
Wie bei solchen Spielen üblich sind die Level recht groß und ausladend, manchmal hat man Probleme, den richtigen Weg zu finden, vor allem dann, wenn man mal nicht weiß, wie es weitergeht. Da kann es sein, dass man bestimmte Dinge übersehen hat oder auch einfach nicht sofort draufkommt, dass man z.B. in Toiletten runtertauchen kann, um an einer anderen Stelle wieder aufzutauchen. Oder dass Autoreifen, die mehr wie die Hintergrundgrafik aussehen, eigentlich eine Waffe darstellen, um sie auf Bossgegner runterfallen zu lassen. Immerhin gibt es einige Rücksetzpunkte, dafür aber nur ein oder zwei Continues, danach muss man das ganze Spiel von vorne beginnen, worauf man eventuell aber keine Lust mehr hat, da das Spiel sich oft eher zäh spielt, weil auch die Charaktere sich etwas steif bewegen und die Steuerung auch nicht gerade die Beste ist. Dazu kommt, das man von irgendwo immer mal beworfen wird, sei es durch irgendwelchen Kram, dass die Menschen werfen oder Steine und ähnliches, von denen man durch Ratten beworfen wird. Natürlich nimmt man auch an vielen anderen Dingen Schaden, wie Stachel, heiße Duschen, Pylonen (weil diese wie Stachel aussehen), heißen Dampf aus Rohren oder auch, wenn man aus großer Höhe herunterfällt. Auffüllen kann man seine Lebensenergie durch abgenagte Äpfelreste sowie Behälter mit Fliegen, wobei diese immer nur einen Bruchteil der Lebensenergie wieder auffüllen. Nervig ist übrigens, dass man nach dem Abschluss eines Abschnittes oder gar kompletten Levels nie mit voller Energie beginnt sondern damit, was im vorherigen Abschnitt übrig blieb. Das ist schon fast unfair, da man gerade mal so vielleicht durch den Abschnitt gekommen ist und aufatmen möchte, weil man denkt, dass man eben im nächsten Level wieder volle Energie hat und dann feststellen muss, dass man nach einem weiteren Treffer doch draufgehen könnte. Und wenn man da dann Game Over wird, sinkt die Motivation erst recht, um erneut zu beginnen.

Alles in allem ist AAAHH!!! Real Monsters ein Spiel, dass nett aussieht, sich aber etwas zäh spielt, wenig zu bieten hat und nervige Designentscheidungen die Motivation sinken lassen können. Bei solchen Spielen, die große und lange Level haben, hätte ein Passwortsystem sicher nicht geschadet!

Besonderes:
Obwohl die Sega Mega Drive Version ähnlich aussieht, gibt es einige kleine Unterschiede zur SNES Version. Diese wären zum Beispiel auf dem Sega: Weniger Level und veränderte Bonus-Stages; man nimmt keinen Schaden wenn man aus zu großer Höhe herunterfällt, dafür ist man nach einem Treffer eine kürzere Zeit unverwundbar. SNES Version: die SNES Version hat mehr Frames bei den Animationen etc. und sieht leicht flüssiger aus. Aus irgendeinem Grund gibt es hier einen Fallschaden, wenn man aus größeren Höhen herunterfällt.

BEWERTUNG

Grafik:
Die Grafik ist recht schräg und überspitzt gezeichnet, das ist aber okay, da das Spiel den Stil der Animationsserie übernimmt und diesen sehr gut wiedergibt. Mein Stil ist das zwar nicht, aber auf dem SNES sieht die comicartige Grafik ziemlich nett aus und die Figuren haben auch tolle Animations-Frames.

Sound:
Der Sound ist ganz okay. Man hört die für solche Spiele üblichen Soundeffekte, wobei das Knurren der Monster einen guten Bass hat.

Musik:
Die Musik ist ebenfalls ganz nett ausgefallen. Zwar ein wenig belanglos, aber nicht wirklich langweilig, so dass es immerhin zum Spielgeschehen passt.

Gameplay:
Wie so oft scheitern solche Spiele immer am Gameplay. Auch hier haben wir eine etwas träge, leicht ungenaue Steuerung. Dazu kommt, dass man seine Geschosse in recht langsamen Abständen verschießen kann, was das Erledigen von mehreren Feinden etwas erschwert. Außerdem gibt es immer wieder Stellen, die unfairer sind, da man an Gegnern vorbei muss, ohne dass man selbst diese wirklich bekämpfen kann und man durch diese Passagen so oder so einige Treffer abbekommt. Dasselbe gilt für Passagen, bei der man die Gefahren wie Stachel erst dann sieht, wenn es bereits zu spät ist. Sicher, man könnte mit dem Charakter Krumm ständig die nahe Umgebung auskundschaften, aber das verlangsamt das Spiel ungemein, so dass man nicht die ganze Zeit Lust auf dieses Feature hat.

Dauerspaß:
Die im Gameplay genannten Mängel trüben den Spielspaß. Hat man sich damit etwas abgefunden, kann man noch Spaß mit dem Spiel haben. Sollte man aber mindestens ein Drittel oder gar die Hälfte geschafft haben und wird dann Game Over, so bezweifle ich, dass man motiviert genug sein wird, um alles von vorne zu beginnen. Solche Spiele brauchen einfach ein Passwortsystem und es ist einfach unverständlich, warum dies auch hier fehlt, was ebenfalls dazu führt, dass ich das Spiel deswegen niedriger bewerte.

Fazit:
AAAHH!!! Real Monsters hätte ein nettes Spiel sein können, bei der aber auf Grund der Mängel oder Fehler, die bei dieser Art von Spielen leider oft von Entwicklern gemacht werden, der Spielspaß getrübt wird, auch wenn das Spiel nicht grottenschlecht ist. Liebhaber von schrägen Figuren können mal reinschauen, aber alles in allem bleibt auch dieses Spiel eher im durchschnittlichem Bereich.

Grafik: 7
Sound: 6
Musik: 7
Gameplay: 6
Dauerspaß: 5
Gesamtwertung 5.9