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Aero the Acro-Bat 2

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Reviewautor: Ark
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Genre: Jump and Run, Andere
Größe: 16 MBit
Vertrieben von: SunSoft
Entwickler: Iguana Entertainment
Spieler: 1
Level: 7 Welten mit mehreren Abschnitten
Schwierigkeitsgrade: normaler Schwierigkeitsgrad
Features: Passwörter

Ihr habt es also geschafft! Ihr habt Aero the Acro-Bat 1 durchgespielt, den bösen Edgar vom hohen Turm des Museums hinuntergestoßen und den Zirkus gerettet. Alles ist wieder gut! Oder etwa doch nicht?

Mit Aero the Acro-Bat 2 geht die Geschichte direkt weiter, wo das erste Spiel aufgehört hatte. Während Edgar den hohen Turm herunterfällt, geht Aero zurück ins Zirkus, wo sie ihren Erfolg feiern. Dort entdeckt Aero eine magische Tür, die ihn in einen weit entfernten Ort bringt. Edgar dagegen wird von seinem treuen Gehilfen Zero gerettet, der angeflogen kommt und ihn fangen kann, bevor Edgar unten aufschlägt. Dann beginnt der sogenannte „Plan B“, was Edgar bereits geplant hatte, falls sein erster Plan, die Zerstörung des Zirkuses, fehlschlagen sollte.

Und damit beginnt auch das Spiel. Man startet in einem Schloss, das von Pflanzen und Ranken überwuchert ist und muss sich bis zum Ende des Levels durchschlagen. Dies geschieht wie in jedem Level in mehreren Abschnitten. Wie üblich wuseln dabei überall eine Menge Feinde, die Aero das Leben schwer machen wollen. Wie im ersten Teil kann Aero sich gegen alle Feinde mit seinem Drill-Move verteidigen, dafür dreht er sich um die eigene Körperachse und fliegt entweder schräg nach oben oder nach unten. Neu ist, dass man diesen Move nun auch direkt horizontal nach unten ausführen kann, was sehr praktisch ist, da man damit nicht nur ein einfacheres Spiel gegen die meisten Gegner hat, sondern auch leichter auf knappe Plattformen springen kann. Was dagegen entfernt wurde, ist der Doppelsprung. Den gibt es zwar schon, der ist hier allerdings zeitlich begrenzt, wenn man ihn aufsammelt. Gegen weiter entfernte Gegner kann man wieder Sterne werfen, die müssen allerdings in jedem Level neu gefunden und aufgesammelt werden, diese ins nächste Level mitzunehmen und daher anzusammeln ist nicht möglich.

Abseits der Gegner kann man wieder Süßkram sammeln, die Punkte geben, welche ab bestimmten Punktezahlen Extraleben geben. Die Level haben wieder eine Menge geheime Passagen, die man entdecken kann, um mehr Punkte, Powerups oder Leben zu bekommen. Manchmal findet man auch eine Tür zu einem Bonuslevel. Zudem gibt es in jedem Level die Buchstaben A, E, R und O zu entdecken. Hat man alle gefunden, kann man nach Abschluss des Levels ein Hütchenspiel spielen, wo man ein Extraleben gewinnen kann. Überhaupt findet man wie im ersten Spiel wieder sehr viele Extraleben, was den Spieler davor bewahrt, vor allem in den Bosskämpfen frustriert zu werden, da man hier nach einem Ableben direkt im Geschehen erscheint anstatt alles von vorne zu beginnen. In den Level dagegen fängt man wie üblich im letzten der vielen und fair gesetzten Checkpoints an.

Die Level in Aero the Acro-Bat 2 sind insgesamt länger, etwas abwechslungsreicher und überraschend düsterer ausgefallen als im ersten Teil. Man spielt hier im anfänglichen überwucherten Schloss, geht dann weiter in einem russischen Schneegebiet, surft anschließend mit einem Snowboard rum, danach kommen ein Musik-Level, ein Labor, eine Art Felsen-Dungeon sowie schließlich der Zug von Edgar. Die Level sind abwechslungsreich, vor allem im grafischen Teil und wie beschrieben teilweise deutlich dunkler bzw. düsterer als die Level vom Vorgänger. Im letzten Abschnitt eines Levels gibt es wieder Endbosse, wobei diese meiner Meinung nach etwas einfacher zu besiegen sind als im ersten Spiel. Was ich allerdings schade fand, waren das Fehlen der kurzen Minispielartigen Passagen aus dem ersten Spiel, wo man z.B. von sehr weit oben in einen Wasserfass springen musste oder Bungee Springen konnte.

Die Schwierigkeit des Spieles ist nicht allzu hoch, natürlich gibt es immer mal Passagen, wo man etwas schwieriger durchkommt, aber ansonsten kommt man gut durch die Level. Das Spiel macht Spaß, wenn man Plattformspiele mag, da auch dieses Spiel wie der erste Teil nicht nur gut gemacht ist, sondern trotz recht flüssigem Gameplays nicht allzu hektisch ausfällt wie andere, ähnliche Spiele dieser Art, zum Beispiel Bubsy.

Besonderes:
Das Spiel hat diesmal Passwörter, was ziemlich toll ist, da die einzelnen Level lang sind. Zwar fängt man mit den Passwörtern immer im erstens Akt eines Levels an, aber das ist besser als gar nichts.

BEWERTUNG

Grafik:
Die Grafik der Figuren, insbesondere von Aero ist ziemlich toll. Aeros Animationen wurden noch etwas mehr verfeinert und sind schön anzusehen. Die Level wurden ähnlich wie bei Donkey Kong Country vorgerendert und sehen dementsprechend schick aus, zumindest für ein SNES Spiel. Schön ist auch, dass man diverse Effekte in einigen Level sieht, wie umherwirbelnder Schnee, wenn man durch das Schneelevel läuft.

Sound:
Der Sound ist genauso wie der Vorgänger. Es sind einfache, aber passende Soundeffekte. Aero selbst hört sich niedlich an.

Musik:
Die Musik klingt gut, es hat einige schöne Melodien. Jedes Level, inklusive fast aller Unterlevel hat dabei seine eigene Musik, womit das Spiel musikalisch sehr abwechslungsreich ist. Diesmal hört man je nach Level eine passende Musik, auf Zirkusartige Klänge wie im ersten Teil muss man aber dieses Mal verzichten.

Gameplay:
Die Steuerung ist recht gut. Solche Spiele sind meist etwas hektisch, aber Aero hatte schon im ersten Teil seine Sache mit der Steuerung gut gemacht, jetzt war es sogar noch einen Tick feiner. Zwar sind manchmal einige Sprungpassagen etwas fummelig, aber allgemein kommt man gut mit der Steuerung zurecht. Gameplaymäßig gibt es zwar nichts allzu Neues, dafür macht das Spiel Spaß.

Dauerspaß:
Das Spiel macht Spaß, denn es hat abwechslungsreiche Level, die auch umfangreich ausgefallen sind und das Spiel auch nie unfair wird. Und da man nicht alles in einer einzigen Sitzung durchspielen muss, kann man hier wesentlich entspannter zocken.

Fazit:
Aero the Acro-Bat 2 setzt genau da an, wo der erste Teil aufgehört hat, bringt einige, aber nicht sonderlich viele Neuerungen mit sich, aber macht wie der erste Teil auch viel Spaß, da es zu den guten Plattformer-Spielen gehört mit seinem guten Gameplay, tollem Hauptcharakter, gute Musik und schöne Grafik. Schade, dass es kein weiteres Aero Spiel danach mehr gab, aber wenigstens kann man mit Zero the Kamikaze Squirrel einen Spin-Off spielen, wo man Zero steuert.

Grafik: 8
Sound: 7
Musik: 8
Gameplay: 8
Dauerspaß: 8
Gesamtwertung 8.3