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Demon's Crest

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Autor Ark
Genre Jump and Run, Action
Größe 16 MBit
Publisher Capcom
Entwickler Capcom
Spieler 1
Level 8 große mit verschiedenen Ausgängen
Schwierigkeitsgrad mittel bis sehr schwer
Features -
Super Ghouls‘N Ghost ist nichts dagegen!
Man dachte eine lange Zeit daran, dass Capcom’s „Super Ghouls’N Ghost“ wohl eines der schwierigsten Spiele auf dem SNES sei. Doch als drei Jahre später, nämlich 1994, „Demon’s Crest“ erschien, war mit Sicherheit klar, dass dieses Spiel zu den schwierigsten Spielen auf dem SNES gehörte, zumindest, wenn man das Spiel mit dem besten Ende durchspielen möchte. Das bedeutet aber keinesfalls, dass das Spiel verdammt schwer ist. Die Abschnitte spielen sich alle ziemlich angenehm, nur die Endbosse sind da schon herausfordernder.

Ich hasse diesen kleinen Dämon!!!
Man spielt den Dämon Firebrand, der seinen ersten Auftritt, oder zumindest einer von seiner Art, auf dem SNES in „Super Ghouls’N Ghost“ hatte. Davor ist er aber bereits NES und Arcade Spielern wohlbekannt, denn der Dämon ist der nervigste, schwierigste und nochmals nervigste Gegner aus der gesamten Spiele-Reihe, und er musste deswegen wohl auch die heftigsten Flüche und Schimpfwörter von Spielern aus aller Welt über sich ergehen lassen.

Ich mag diesen kleinen Dämon!
Firebrand ist auf der Suche nach den sogenannten Crests, mächtige Steine, die einen, je nach Art des Crests, bestimmte Kräfte verleihen. Mit dem Earth-Crest, also dem Erd-Crest, kann man sich beispielsweise in einen Erd-Dämon verwandeln und mit seiner machtvollen Rempelattacke Statuen zerstören. Mit dem Luft-Crest kann man sich frei in der Luft bewegen und so zuvor nicht entdeckte Orte aufsuchen (man kann jeden Abschnitt beliebig oft erneut besuchen, denn mit neuen Fähigkeiten kann man so neue Dinge entdecken).
Es gibt sechs verschiedene Crests, nämlich Feuer, Erde, Luft, Wasser, Zeit und Himmel. Und je nach Crest verwandelt man sich in einen anderen Dämon mit anderen Fähigkeiten. Und wenn man so mit Firebrand und seinen verschiedenen Kräften spielt, findet man den kleinen Kerl gar nicht mal so übel und gewinnt ihn vielleicht sogar lieb.

Heutzutage würde man von einem Metroidvania sprechen!
Das Besondere, was das Spiel ausmacht, ist das vorhin erwähnte, erneute Besuchen von bereits abgeschlossenen Abschnitten, um mit neuen Kräften bzw. Fähigkeiten verborgene Orte auskundschaften zu können. Wenn in einem Level zum Beispiel Wasser gab, konnte man ohne den Wasser-Crest noch nicht hinein, da man ja nicht in der Lage war, unter Wasser zu atmen. Doch mit dem Wasser-Crest verwandelt man sich in einen Wasser-Dämon, der sich nicht nur flink wie ein Fisch unter Wasser bewegen, sondern auch mit Hilfe von Kiemen atmen kann. Somit kommt man an neue Orte oder entdeckt einen von den zahlreichen Gegenständen und Power Ups, die einem die Lebensenergie erhöhen, was natürlich das Spielgeschehen etwas vereinfacht.

Viel zum entdecken und sammeln
Von den besagten Gegenständen gibt es im Spiel 15 Stück, aufgeteilt in 5 Flaschen, 5 Spruchrollen und 5 Talismane. Während man in die Flaschen diverse Tränke wie Heil- oder Magietränke kaufen kann, kann man in Spruchrollen, wie es der Name schon sagt, Zaubersprüche kaufen, die einen Spieler helfen, seine Feinde zu bekämpfen. Leider sind die Zaubersprüche aber nur während des Spielens in den Leveln gut geeignet, gegen die Endbosse nützen sie eher weniger.
Talismane dagegen sind eines der nützlichsten Items überhaupt. Von den 5 Stück, die man im Laufe des Spieles finden kann, kann immer nur einer getragen werden. Sie verleihen dem Spieler weitere Kräfte und zwar unabhängig der Dämon-Form, in der man gerade verwandelt ist. Es gibt Talismane, mit der man schneller und mehr Geld findet, mehr Schaden anrichtet oder selber weniger Schaden nimmt. Was für eine Kraft ein Talisman hat, steht leider nicht in der Item-Beschreibung, da sieht man lediglich den Namen. Wenn man wissen möchte, was denn nun ein Talisman bewirkt, so muss man sich damit ausrüsten und zu einem Gelehrten in der Stadt gehen, um von diesem mehr darüber zu erfahren.

Abgesehen von diesen Gegenständen gibt es noch Feuer-Upgrades. Firebrand hat in seinem ursprünglichen Zustand nur eine kleine Flamme, die er gegen seine Feinde speien kann. Doch die ist ziemlich schwach. Also gibt es später weitere Feuerarten, die man erlernen kann. Man kann Steinbrechende Geschosse speien, oder kleinere Tornados, die zwar keinen Gegner schaden können, man aber auf diese Tornados draufsteigen und somit höher gelegene Orte erreichen kann, optimal, wenn man die Luft-Crest noch nicht hat und somit noch nicht hochfliegen kann. Später hat man sogar eine richtig machtvolle und starke Flamme. Allerdings sind diese Feuer-Upgrades nur für den Original-Zustand von Firebrand bestimmt, mit einer Verwandlung kann man sie nicht benutzen. Das ist aber insofern gut, weil Firebrand damit selber später im Vergleich zu seinen anderen Gestalten nicht mehr so schwach erscheint.

Mehrere Enden
Ziel des Spiels ist es, alle diese Crests einzusammeln und am Ende den bösen Dämonen-Lord zu vernichten. Daraufhin erreicht man einen von drei möglichen Enden. Das schlechte und das normale Ende wird man noch eher leicht sehen können. Für das gute und richtige Ende muss man am Schluss nicht nur sämtliche Gegenstände und Verwandlungsformen gefunden und bekommen haben, sondern auch herausfinden, wie man sich in den legendären Gargoyle verwandelt, damit man überhaupt Zugang zum letzten, wahren Boss hat, welcher natürlich ganz besonders schwer ausgefallen ist!

Besonderes:
Man kann die Reihenfolge der Level, die man im Spiel besuchen möchte, weitestgehend selber entscheiden. Das Spiel ist bis auf einige Vorgaben also nicht linear aufgebaut. Sobald das Anfangslevel geschafft ist, kommt man auf eine Karte in einer isometrischen Sicht, auf der man mit Firebrand frei herumfliegen kann. Wenn man einen Level betreten möchte, dann fliegt man darauf zu und drückt den Knopf zur Landung, um einen Sturzflug zu machen, Firebrand landet dann automatisch. Wenn man aber an einem Ort ist, wo es nichts gibt, passiert eben gar nichts und man bleibt auf der Weltkarte. Abgesehen von den Level gibt es auf der Karte noch versteckte Orte für Minispiele oder andere Getränke-/ Zauberläden.

Da das Spiel sehr umfangreich ist, gibt es ein Passwortsystem, was meiner Meinung nach schlecht gelöst ist, da sich das Passwort logischerweise bei jedem neu gefundenem Gegenstand ändert. Seltsamerweise wird das eingesammelte Geld nicht gespeichert, so dass man jedes mal mit 0 Geld anfängt. Ein Batteriespeicher wäre hier viel besser gewesen.


BEWERTUNG

Grafik:
Die Grafik ist der von „Super Ghouls’N Ghost“ ähnlich, aber deutlich besser und detaillierter. Dazu kommen tolle Spezial-Effekte und super Animationen der Spielfigur und der Gegner. Das ganze Spiel ist in einem schön düsterem Look gehalten worden, so dass alles in allem einfach super aussieht.

Sound:
Die Soundeffekte klingen alle gut. Man hört klare Töne und auch abwechslungsreiche Soundeffekte.

Musik:
Die Musik ist wunderbar. Jedes Level hat seine eigene Melodie, die sich sogar zu Ohrwürmern mausern könnten, denn die Musik hat etwas tolles an sich, es ist einfach passend zum Spiel mit toll komponierten Melodien.

Gameplay:
Die Steuerung von Firebrand ist sehr gut. Allerdings muss man sich bei einigen Verwandlungsformen daran gewöhnen, dass Firebrand dann mehrere Aktionen hat. Entsprechend muss man bei einigen Formen gut mit dem Controller umgehen können, wenn man z.B. gleichzeitig hoch/runter und vorwärst/rückwärts-fliegen und dabei noch feuern möchte. Denn dass hoch/runter-fliegen beim Luft-Gargoyle erfolgt nicht durch runter oder hoch drücken des Steuerkreuzes, sondern mit dem A oder B-Knopf. Man muss also bei einigen Fähigkeiten lernen, mit denen umzugehen.
Am Spiel selbst gibt es wenig zu meckern. Einige Bosse könnten einem schwer erscheinen, aber mit Übung sollte man auch die irgendwann besiegen.

Dauerspaß:
In Demon’s Crest gibt es viel zu entdecken. Deswegen macht es sehr viel Spaß, selbst wenn man das Spiel durchgespielt hat und es irgendwann erneut spielt. Es ist nicht nur der große Umfang, der einem Spaß macht, sondern auch weil die vielen Level sehr abwechslungsreich gestaltet wurden. Vor allem zu Halloween machen solche Spiele besonders viel Spaß.

Fazit:
Demon’s Crest gehört zu Capcom’s Meisterwerken auf dem SNES und ist ein Spiel, dass man auf keinen Fall verpassen sollte. Schade nur, dass die Original-Module mittlerweile so teuer geworden sind.

Wertung

Grafik 9
Sound 8
Musik 8
Gameplay 9
Dauerspaß 9
Gesamtwertung 9.0