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Jurassic Park

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Autor Ark
Genre Adventure, Action
Größe 16 MBit
Publisher Ocean
Entwickler Ocean
Spieler 1
Level Eine große offene Welt mit mehreren Gebäudeab
Schwierigkeitsgrad mittel
Features Die SNES-Maus wird teilweise unterstützt
1993 erschien mit Jurassic Park ein Mega-Blockbuster von Steven Spielberg, der die Dinosaurier auf dem Bildschirm wieder auferstehen ließ und vor allem mit ausgezeichneten Animationen der Dinos glänzte. Da war es klar, dass kurz danach ein Videospiel kommen musste. Aber keine Angst, die Filmumsetzung ist gar nicht mal so übel ausgefallen, auch wenn sie allerdings auch nicht glänzt.

Willkommen in Jurassic Park
Man spielt Dr. Alan Grant und fängt mitten im Park an. Ziel ist es, zu überleben und die Insel zu verlassen, allerdings müssen bis dahin einige Aufgaben erledigt werden. Die Hauptaufgabe besteht darin, das Raptoren-Nest mit Hilfe von Dynamit zu sprengen sowie alle Dinosaurier-Eier zu sammeln, die über die ganze Insel verstreut sind.

Eine große, offene Spielwelt
Wenn man sich auf der Insel im Freien befindet, dann sieht man das Spiel von oben wie in einem Action Adventure wie Zelda und ähnliche Spiele. Man kann frei herumlaufen und die Insel erkunden. Hier findet man auch die Dino-Eier, die gesammelt werden müssen. Diese beschriebene Außenwelt ist übrigens sehr groß und auch sehr abwechslungsreich. Es gibt einen Jungle, eine Gebirgslandschaft und Höhlen. Jurassic Park gehört wohl zu den wenigen Spielen auf dem SNES, die somit eine Open-World Gameplay bieten, also eine offene Spielwelt, wo man selber entscheiden kann, wohin man gehen möchte. Natürlich ist die freie Erkundung auf Grund von elektrischen Zäunen und weiteren verschlossenen Türen beschränkt, so dass man erst einmal die Zäune öffnen bzw. Schlüsselkarten finden muss. Dennoch kann man, wenn man es möchte, beispielsweise schon früh eine Begegnung mit dem T-Rex haben.

Diverse Waffen

Während man so herumläuft, begegnet man natürlich ständig Dinosaurier. Die meisten greifen einen an und man muss sich mit verschiedenen Waffen wehren. Standardmäßig ist man mit einem Elektroschocker ausgerüstet, der unendlich Energie hat, dafür aber sehr schwach ist und sich nur für ganz kleine Dinos eignet. An richtigen Waffen, von denen man immer nur zwei auf einmal mit sich führen kann, gibt es da eine Schrotflinte, Raketenwerfer, Bolas, Rauchgas und Betäubungspfeile, wobei die beiden letzteren die Saurier nur für eine kurze Zeit betäuben, so dass sie irgendwann wieder aufstehen. Seltsam ist, dass die Munitionszahl nicht angezeigt wird, zwar sieht man, wenn man die letzten Reserven der Munition verschießt, aber wenn man von einer Waffenart sehr viele aufgesammelt hat, ist da nirgendwo eine Anzeige wo steht, wie viele man nun genau hat. Allerdings gibt es genügend Munition im Spiel, und die Waffen in den Gebäuden tauchen immer wieder auf, wenn man rein und raus geht (die im Freien eingesammelten Waffen verschwinden allerdings für immer).

Nicht auf alles schießen!

Man sollte nicht gleich jedes Tier bzw. Dino töten, das man zu Gesicht bekommt. Die Gallimimus Saurier laufen nur von einer Seite zur anderen. Sie können einen zwar verletzen wenn man ihren Weg kreuzt, aber sie greifen nicht an, also muss man auf sie auch nicht schießen und kann damit auch Munition sparen. Dann gibt es wiederum Dinos, die man sowieso nicht töten kann wie zum Beispiel den Triceratops oder den T-Rex.

Ein First Person Shooter?

Die weitere Spielweise kommt in Erscheinung, wenn man ein Gebäude betritt. Dann wechselt das Spiel nämlich in die First-Person-Ansicht. Hier sieht man alles aus der Ich-Perspektive und steuert Alan Grant durch 3D Räume, wobei hier die Grafik natürlich sehr verwaschen und grob aufgelöst ist. Trotz der schlechten Grafik läuft der 3D Modus langsamer ab als die Außenwelt.
Aber es ist dennoch ein beklemmendes Gefühl, durch die Innenräume zu laufen, wo hinter jeder Tür oder Ecke ein Dino wie der Velociraptor auftauchen könnte. In den Gebäuden findet man auch oftmals einen oder mehrere Computer Terminals, mit denen man verschlossene Türen oder auch die Zaunanlagen auf der Außenwelt steuern kann.
Übrigens kann man nicht alle Türen in einem Gebäude öffnen, weil einem die notwendige ID-Card fehlt. So muss man über das gesamte Spiel alle ID-Cards finden, um weiterkommen zu können. Die Innenszenen lassen sich übrigens auch mit der SNES-Maus aus Mario Paint steuern.

Alles in einem Stück durchspielen!
Ein großer Kritikpunkt ist das Speichersystem. Auf der Außenwelt sind Kommunikationsanlagen verteilt, wo man von den anderen Charakteren hilfreiche Tipps bekommt (manchmal versucht einer allerdings auch, den Spieler schlechte Tipps zu geben!). An diesen Stellen wird temporär abgespeichert, so dass man nach dem Ableben wieder hier beginnt. Allerdings wird das Spiel nicht ganz abgespeichert. Das heißt, man beginnt bei einer erneuten Sitzung das Spiel komplett von vorne. Ein Passwortsystem fehlt leider auch. Man muss das Spiel also in einer einzigen Sitzung beenden.
Dafür, dass das Spiel so groß und Komplex ist, allen voran die Labyrinthartig angelegten Innenräume, ist das ein echtes Ärgernis. Es gibt im Spiel noch nicht einmal hilfreiche Karten, die einen bei der Orientierung helfen könnten. Man muss sich also merken, wo alles liegt und wie man sich in den Gebäuden bewegt. Da hilft es wirklich, eigene Karten vom Spiel zu zeichnen, um nicht hoffnungslos verloren zu gehen. Und eventuell sollte man vor dem Ende des Spieles im Internet noch einmal nachschauen, wo die fehlerhafte Tür im Spiel war, dass das Spiel zum einfrieren beginnt und man sich nicht mehr bewegen kann, was besonders ärgerlich ist, da dieser Bug erst gegen Ende auftaucht.

Besonderes:
In den Innenräumen, also der First-Person Sicht kann man mit der SNES Maus spielen.


BEWERTUNG

Grafik:
Die Grafik der Außenwelt ist ganz nett geworden, die Dinos und die Landschaft sehen gut aus. Die Animationen sind allerdings recht plump. Die Innenräume sind extrem verpixelt. Aber wenn man hier höher aufgelöste Grafiken verwendet hätte, würde das Spiel wohl extrem ruckeln.

Sound:

Die Soundeffekte sind Dumpf und nicht der Rede Wert. Man hört sogar einige wenige Sprachsamples.

Musik:
Obwohl kein Stück aus der Filmvorlage zu hören ist, klingt die Musik im Spiel sehr angenehm und schön.

Gameplay:
Das Spiel lässt sich sowohl in der Außenwelt als auch in der First-Person Sicht gut steuern, allerdings hat man manchmal mit einer hakeligen Steuerung zu kämpfen. Die Spielwelt ist groß und schön, aber eine Karte zur Orientierung wäre mehr als hilfreich gewesen. Ein fehlendes Speichersystem nervt allerdings sehr.

Dauerspaß:
Das Spiel macht echt Spaß, allerdings muss man es in einer Sitzung durchspielen. Dazu muss man sich erst einmal im Spiel zurechtfinden, was Tage dauern und dadurch die Motivation senken könnte.

Fazit:
Jurassic Park ist ein schönes, aber kein ausgezeichnetes Spiel. Es verbindet Adventure mit First-Person Elementen und hat viel Umfang. Es gibt viel zu entdecken und macht viel Spaß. Vor allem Fans von Jurassic Park werden ihre Freude damit haben. Aber es ist kein Spiel, dass man unbedingt haben muss, allerdings ist es nett zu sehen, dass ein so altes Spiel schon Open-World Elemente bietet. Beim Zocken muss man allerdings Geduld mitbringen, da man im Spiel nicht speichern kann.

Wertung

Grafik 6
Sound 5
Musik 8
Gameplay 7
Dauerspaß 7
Gesamtwertung 6.6