Mega Man X
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Info
| Forumdiskussion | Hier klicken |
| Autor | Ark |
| Genre | Jump and Run, Action |
| Größe | 12 MBit |
| Publisher | Capcom |
| Entwickler | Capcom |
| Spieler | 1 |
| Level | 13 |
| Schwierigkeitsgrad | mittel bis schwer |
| Features | Passwortsystem |
Willkommen im 22. Jahrhundert!
Das Spiel spielt sich im 22. Jahrhundert ab, lange nach dem Tod von Dr. Light, dem Erfinder von Mega Man. Ein Archäologe namens Dr. Cain entdeckt die versiegelte Kapsel mit Mega Man X in den Überresten von Dr. Lights Labor und ist begeistert von seinen Fähigkeiten und seinem künstlichen, freien Willen. Er baut trotz der in der Kapsel enthaltenen Warnung von Dr. Light jede Menge Roboter, die auch Reploiden genannt werden, und versucht diesen Reploiden eine Kopie des freien Willens von Mega Man X einzuspeisen. Daraufhin drehen einige dieser Roboter durch und werden zu sogenannten Mavericks, die gegen die Menschen Krieg führen. Daraufhin wird eine Spezialeinheit namens Maverick Hunters gegründet, um diese abtrünnigen Mavericks zu jagen. Der beste unter ihnen ist Sigma, ein besonders mächtiger Reploide, der fast alle Mavericks zur Strecke bringen kann. Doch irgendwann wendet sich aus unerklärlichen Gründen auch Sigma gegen die Menschheit, wird zum Anführer der Mavericks und führt Krieg gegen die Menschen. Zu diesem Zeitpunkt ist Mega Man X vollkommen reaktiviert worden und schließt sich den Maverick Hunters an, um sowohl die Mavericks als auch Sigma aufzuhalten. Ja, die Story ist nicht sehr originell, aber das hat einen bei einem Mega Man Spiel noch nie besonders gestört, da es hier schon immer mehr um das Gameplay und Action ging.
Fast wie zu NES Zeiten!
Man fängt mit Mega Man in einem Introlevel an, was im Gegensatz zu den NES Spielen eine kleine Neuerung ist, und kann erst danach einen von acht Mavericks frei auswählen. Ganz abgesehen davon, dass die Bosse nun Mavericks genannt werden anstatt wie auf dem NES „Robot Masters“ fällt einem eine Sache ganz besonders auf. Endlich haben die Bosse tolle Bezeichnungen wie Launch Octopus oder Chill Pinguin anstatt einen Namen, welches immer auf "Man" endet wie Fire Man, Elec Man, Crash Man etc... Das Beste aber ist, dass die Mavericks optisch fantastisch aussehen und auch meist viel größer und imposanter als Mega Man X sind. Sie haben alle ihre Spezialangriffe und können zudem eine harte Nuss sein, zum Glück hat aber jeder Boss nach wie vor eine Schwachstelle gegenüber einer bestimmten Waffe.
Mega Man bekommt Upgrades!
Obwohl das Spiel sich wie ein ganz normales Mega Man Spiel spielt, gibt es einige kleinere Änderungen. Ein wichtiges Feature sind die Upgrade-Kapseln von Dr. Light, die in einigen Level versteckt sind. Mit diesen kann Mega Man aufgerüstet werden und wird somit effektiver und stärker. Es gibt beispielsweise ein Rüstungsupgrade, mit der man nur noch halben Schaden erleidet. Oder ein Upgrade der Standardwaffe führt dazu, dass man auch die Spezialwaffen der Mavericks aufladen kann. Ein Upgrade für die Beine sorgt dafür, dass man eine Dash-Funktion zur kurzen Beschleunigung bekommt, wodurch man weiter springen kann. Und schließlich gibt es noch einen Helm-Upgrade, mit der man beim hochspringen einige Objekte zerbrechen kann. Das Beste am Upgradesystem ist dabei, dass jedes einzelne Körperteil sich auch optisch verändert, womit Mega Man X mit allen Upgrades ziemlich cool aussieht! Abseits von den Upgrades hat Mega Man X auch einen komplett neuen Move drauf: Er kann sich an Wänden festhalten und entweder langsam nach unten gleiten oder auch durch kurze Sprünge weiter nach oben klettern.
Mein Herz und meine Leiste!
Eine weitere Neuerung sind auch die Herzcontainer, die man in jedem Level finden kann und wovon es insgesamt acht Stück gibt. Denn gleich zu Beginn des Spieles bemerkt man, dass man mit einer ungewöhnlich kleinen Lebensleiste anfängt. Die Herzcontainer erhöhen die maximale Lebensenergie von X (Mega Man wird im Übrigen immer kurz als "X" bezeichnet), so dass man mehr Treffer einstecken kann, bevor man das Zeitliche segnet. Die Energietanks wurden ebenfalls zum Besseren geändert. Wenn man eine findet, ist diese erst einmal leer. Man muss Energiekugeln aufsammeln, um die Tanks nach und nach zu füllen, das geht allerdings nur dann, wenn die Lebensleiste voll ist, da sonst diese Leiste natürlich erst einmal aufgefüllt wird. Die Energietanks müssen zudem nicht voll sein, wenn man sie benutzen möchte. Doch je voller diese sind, desto mehr Energie bekommt man logischerweise zurück.
Nach acht Bossen kommt Dr. Wily… äh nein, Sigma!
Nach den acht Mavericks geht es in die Festung von Sigma, wo man nach vier weiteren Abschnitten endlich gegen Sigma kämpfen kann. Dies ist genauso wie bei den alten NES Mega Man Spielen, wo man nach dem Besiegen aller Robot Master zur Festung von Dr. Wily kam. Ab hier ändert sich wie früher auch das Speichersystem. Egal in welchen Level von Sigma man aufhört zu spielen, man beginnt nach Eingabe des Passworts stets bei Level 1 von Sigma. Das war bei den NES Spielen genauso, wo man immer beim ersten Abschnitt von Dr. Wilys Festung angefangen hat. Dies ist ärgerlich, weil man die Festung in einer Sitzung spielen muss, was gerade ungeübte Spieler frustrieren kann, da die letzten Level immer die schwierigsten sind.
Wo seid ihr alle?
In Mega Man X sieht man gar keine altbekannten Charaktere außer Dr. Light, der aber auch nur als Hologramm zu sehen ist, immerhin lebt der Mann ja nicht mehr da die Story 100 Jahre nach den Ereignissen der alten Serie spielt. Dafür werden neue Charaktere eingeführt, wobei Zero der Interessanteste sein dürfte und sein Geheimnis nach und nach in den Fortsetzungen enthüllt wird. Leider erfährt man nie, was aus dem alten Mega Man geworden ist. Schade ist damit auch, dass X keine tierischen Begleiter mehr hat wie dem treuen Roboter-Hund Rush oder dem Vogel Beat.
Besonderes:
Ursprünglich sollte Zero die neue Hauptfigur in den Mega Man X Spielen sein, aber Capcom befürchtete, dass es die Fans verwirren würde und viele sich lieber Mega Man wünschen würden. In den späteren Mega Man X Spielen kann man allerdings entscheiden, mit welchem Charakter man lieber spielen möchte, außerdem bekam Zero mit Mega Man Zero auf dem GameBoy eine eigene Spielereihe mit vier Spielen, die allesamt sehr gut geworden sind.
BEWERTUNG
Grafik:
Man sieht eine hervorragende 2D Grafik mit toll gezeichneten Charakteren und guten Effekten. Es ist toll, Mega Man endlich mal in 16 Bit zu sehen. Die Mavericks sind dazu imposant und nicht mehr so mickrig wie in den NES Spielen. Die Hintergründe der Level sind abwechslungsreich und schön gezeichnet. Alles in allem hat das Spiel eine gute Grafik.
Sound:
Der Sound ist super und vielfältig. Die Spezialwaffen haben alle ihren eigenen Sound. Alles klingt klar und deutlich.
Musik:
Wie in den alten Mega Man Spielen auf dem NES ist auch hier der Soundtrack fantastisch. Viele Stücke wird man nicht so schnell wieder vergessen. Die Musik wurde größtenteils in Rock-Stil komponiert, der japanische Name von Mega Man macht nun endlich viel mehr Sinn: Rock Man!
Gameplay:
Das Gameplay hat sich nicht wirklich geändert, allerdings hat Mega Man X einige neue Moves drauf und das Upgrade-System ist eine coole Neuerung. Die Steuerung ist sehr gut ausgefallen, womit Mega Man sich punktgenau steuern lässt. Die Level sind gut designed worden und es gibt trotz des Schwierigkeitsgrades keine wirklich unfairen Stellen.
Dauerspaß:
Dieses Spiel will man immer wieder spielen, da es sich sehr actionreich spielt und immer wieder viel Spaß macht. Gegen Ende wird es zwar ein wenig schwerer, aber es ist dennoch zu meistern. Wer Mega Man gerne auf dem NES immer wieder gezockt hat, wird auch mit Mega Man X immer wieder erneut Spaß haben.
Fazit:
Mega Man X auf dem SNES ist eines der besten Mega Man Spiele überhaupt. Es macht sehr viel Spaß, hat eine tolle Grafik, sehr gute Musik und man spielt es immer wieder gerne. Zwar gab es vor allem von Fachzeitschriften damals viele Kritiken auf Grund wenigen echten Innovationen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es ein gutes Spiel ist und vor allem eben Spaß macht.
Wertung
| Grafik | 8 |
| Sound | 8 |
| Musik | 9 |
| Gameplay | 9 |
| Dauerspaß | 8 |
| Gesamtwertung | 8.4 |