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The Flintstones

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Autor Ark
Genre Jump and Run
Größe 8 MBit
Publisher Ocean Software
Entwickler Ocean of America
Spieler 1-2
Level 14 Level
Schwierigkeitsgrad mittel
Features Passwörter
Jabadabadu (oder im englischen Yabba Dabba Doo)! Wer kennt nicht den weltberühmten Freudenschrei von Fred Feuerstein, dem Steinzeitmenschen? Lange Zeit war Familie Feuerstein die erfolgreichste Zeichentrickserie, bis sie irgendwann von den Simpsons eingeholt wurden. Bei so viel Beliebtheit kam natürlich auch ein Kinofilm, von dem wiederum Videospiele produziert wurden, unter anderem für das SNES. Gilt auch hier wie immer, dass Filmumsetzungen grottenschlecht sind? Wir werden ja sehen!

Die Handlung ist einfach erklärt: Der böse Cliff Vandercave entführt nach und nach alle Menschen, die Fred wichtig sind, also neben seinen Kindern auch seine Frau Wilma und seinen besten Freund Barney. Die Handlung basiert damit eigentlich nur lose auf der Filmumsetzung, aber das macht nichts, da die Story bei solchen Spielen oftmals eh nur nebensächlich ist.

Fummelige Steuerung
Das erste, was einem auffällt, ist die etwas fummelig geratene Steuerung, insbesondere beim Springen. Während das Laufen an sich und das Schwingen der Keule noch in Ordnung sind, ist das Springen an manchen Stellen kniffliger. Denn wenn man nicht gerade in Bewegung ist, fehlt jegliches Momentum, so dass man kaum hoch bzw. weit springen kann und damit ständig von Projektilen oder anderen Hindernissen getroffen wird. Schlimmer ist allerdings das Klettern. An einigen Vorsprüngen kann man sich festhalten und hochziehen, um zur höheren Plattform zu gelangen. Manchmal ist es aber leider so, dass man immer und immer wieder erneut zu einem Vorsprung springen muss, weil Fred sich einfach nicht festhält und einige Passagen damit zur Geduldsprobe werden, weil es manchmal einfach pixelgenau passen muss.

Verschiedene Waffen, um Gegner loszuwerden

Fred hat diverse Waffen, mit denen er sich gegen Gegner wie feindliche Steinzeitmenschen und diversen Tieren und Dinosauriern zur Wehr setzen kann. Die Hauptwaffe ist die Keule, die man am meisten benutzen wird. Dazu kann man noch kleine Steine sammeln, die sich als Distanzwaffe einsetzen lassen sowie Kokosnüsse, die wie Bowlingkugeln auf den Boden entlang rollen und Gegner umnieten. Mit den Kokosnüssen lassen sich auch Schalter und Trampoline bedienen, mit denen man sich an höhere Plattformen hochschießen lassen kann, um weiterzukommen.

Tolle Animationen
Die Grafik im Spiel ist ganz okay, allerdings hätten die Hintergrundbilder ruhig ein paar Details mehr vertragen können. Was aber ziemlich gut ausgefallen ist, sind die Animationen. Die Entwickler hatten Unterstützung von der Film-Crew, die ihnen viel Material gaben, so dass die Animations-Sprites wie im Film ausgefallen sind (soweit technisch möglich), also damit realistischer aussehen anstatt den Zeichentrickfilm-Folgen zu ähneln. Daher sieht es auch gut aus, wenn Fred Dinge wie Felsbrocken schiebt, sich auf eine Plattform hochzieht oder in seiner „Idle“-Animation mal ein Stück Fleisch isst.

Wo ist der Schalter?
Es gibt vier Welten, die in mehrere Level (meist drei Level) unterteilt sind. Man spielt in einem Dschungel, in einem Vulkangebiet oder einer Art steinzeitliche Maschine. In den meisten Level spielt man Genretypisch von links nach rechts, wobei es aber auch mehrere Ebenen nach oben oder unten gehen kann. Oftmals gibt es Gabelungen, wo man sich für einen Weg entscheiden kann, bei der man aber manchmal bei einer unglücklichen Wahl den Weg zurücklaufen kann, nur weil ein wichtiger Schalter zum Weiterkommen etwas höher oder niedriger oder gar ganz woanders platziert war. Hin und wieder muss man auch mal überlegen, wie man einen Schalter betätigt, zum Beispiel mit Hilfe der Zusatzwaffen. In solchen wenigen Situationen muss man etwas überlegen, es kann aber sein, dass Kinder nicht sofort auf die Lösung kommen oder gar nicht erst wissen, dass irgendwo zum weiterkommen ein bestimmter Schalter betätigt werden muss und daher im Spiel steckenbleiben. Allerdings gibt es sowohl Passwörter als auch Cheats, mit der man einzelne Level überspringen kann. Diese sind vor allem in den Abschnitten hilfreich, wenn man auf sich bewegenden Plattformen steht und eines dieser Plattformen einfach nicht den gewünschten Weg einschlagen will, was auf Dauer natürlich sehr frustrieren kann.

Am Ende einer Welt gibt es meist einen Endgegner, diese sind allerdings nicht unbedingt schwierig ausgefallen. Alles in allem ist The Flintstones ein Spiel, der mittelmäßig ausgefallen ist. Mit einem besseren Leveldesign und auch mehr Abwechslung in den Welten hätte das Spiel durchaus besser punkten können.

Der Zweispielermodus ist nicht weiter erwähnenswert. Jedesmal, wenn man ein Leben verliert, ist der andere Spieler mit seinen verbliebenen Leben dran. Es ist also weder kompetitiv, noch kooperativ. 

Besonderes:
Es gibt ein weiteres The Flintstones Spiel, dass den Bei-Namen „The Treasure of Sierra Madrock“ trägt und etwa ein Jahr vorher erschien. Dieses Spiel orientiert sich viel stärker an der Zeichentrickvorlage und ist daher eher ein „richtigeres“ Flintstones-Spiel. 


BEWERTUNG


Grafik:
Die Grafik ist im Grunde gar nicht mal so schlecht. Obwohl die Level vielleicht etwas mehr Details hätten vertragen können, sind die Charaktere recht gut gezeichnet worden und haben auch teilweise ziemlich gute Animationen.

Sound:
Beim Sound bekommt man Standard-Kost zu hören, die man so in jedem Jump’N Run mit Comedy Elementen finden kann.

Musik:
Die meisten Musikstücke sind okay, aber es gibt ein oder zwei recht gut gemachte unter ihnen. Noch ein paar Stücke mehr hätten aber nicht geschadet.

Gameplay:
Wie erwähnt kann die Steuerung manchmal nerven, vor allem wenn man schnell hintereinander springen muss und damit Momentum, also Anlauf verliert und damit eventuell einen Abgrund hinunterfällt, weil man deswegen nicht weit genug springen konnte. Sowas kommt oft vor, weil es einige hektische Momente im Spiel gibt. Ansonsten bietet das Spiel eher Standard-Kost, was das Gameplay angeht, allerdings sind einige Level etwas unübersichtlich groß ausgefallen, was gerade jüngere Zocker frustrieren kann.

Dauerspaß:
Dies ist kein Spiel, dass man öfters mal in den SNES einlegen wird. Da wie erwähnt einige Level nerven können, tut man sich vieles nicht nochmal freiwillig an. Wenigstens gibt es Passwörter, so dass man das Spiel nicht an einem Stück spielen muss.

Fazit:
The Flintstones ist ein durchschnittliches Spiel mit netten Animationen und guter Musik, aber leider manchmal mit etwas schwammiger Steuerung und teilweise langweiligen und ausladenden Level. Kinder kann es eventuell frustrieren, wenn sie nicht weiterkommen, ansonsten ist das Spiel aber immerhin ein klein wenig besser als der übliche Lizenz-Schrott.

Wertung

Grafik 7
Sound 6
Musik 7
Gameplay 5
Dauerspaß 5
Gesamtwertung 6.3